Psychotherapie Dresden Regina John

 

letztes Update: August 2017
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Verhaltenstherapie - Was ist das?

Die Verhaltenstherapie ist eine wissenschaftlich fundierte Therapieform. Die Grundlage dieser Therapieform ist die Annahme, dass bestimmte Einstellungen und Verhaltensweisen, die zur Entwicklung psychischer Beschwerden geführt haben, erlernt sind und daher auch wieder verlernt werden können. Ziel der Therapie ist es daher, zielführende Einstellungen und Verhaltensweisen neu zu entwickeln und einzuüben. In der Behandlung gilt dabei das Prinzip der "minimalen Intervention", dass besagt, dass Ihre Therapeutin Ihnen so wenig Hilfe wie möglich, aber so viel Hilfe wie nötig anbieten wird, damit Sie Ihre psychischen Beschwerden abbauen können.

Der Schwerpunkt der Behandlung liegt im Hier und Jetzt, allerdings wird die persönliche Lebensgeschichte für die Erklärung und Behandlung der Symptomatik berücksichtigt. Die Behandlung ist immer auf konkretes Verhalten bzw. Erleben bezogen. Ihre Therapeutin wird daher mit ihnen gemeinsam die Probleme vor allem da angehen, wo sie auftreten. Das bedeutet für die Therapiesitzungen und die Zeit zwischen den Sitzungen, dass Ihre Therapeutin Sie anregen wird, Neues auszuprobieren, Übungen durchzuführen und "Hausaufgaben" zu erledigen, deren Resultate in der Therapie besprochen werden.

 

Verhaltenstherapie - Wie und wofür?

Das Veränderungsprinzip
In der Verhaltenstherapie wird davon ausgegangen, dass Veränderungen, also die Verringerung von psychischen Symptomen- durch Umlernen auf den vier Ebenen menschlichen Verhaltens und Erlebens: Gedanken, Gefühle, Verhalten und Körperreaktionen stattfindet. Da psychische Beschwerden als Ergebnis von Lernprozessen verstanden werden, bedeutet Therapie Neulernen indem der Klient mit viel Mut und Motivation zunehmend neue Erfahrungen macht, die sich in neuen Gedanken, Gefühlen, Verhaltensweisen und Körperreaktionen äußern.

Die Therapie - Anwendungsgebiete
Die Verhaltenstherapie umfasst heute eine Vielzahl spezifischer Behandlungstechniken und Verfahren, die je nach Problematik eingesetzt werden. Bei folgenden psychischen Störungen hat sich die Verhaltenstherapie als Behandlungsverfahren bewährt:

  1. Angststörungen, wie z. B. Phobien, Panikstörung, Posttraumatische Belastungsreaktion und Anpassungsstörungen. Zwangsstörungen
  2. Affektive Störungen, wie unipolare und bipolare depressive Störungen
  3. Somatoforme Störungen, wie z.B. Somatisierungsstörungen, Somatoforme Schmerzstörung, Hypochondrie
  4. Essstörungen, wie z.B. Bulimia nervosa, Anorexia Nervosa, Adipositas permagna, Esssucht (Binge Eating)
  5. Substanzstörungen, wie Nikotinabhängigkeit, Alkohol-, Medikamenten- und Drogenabhängigkeit
  6. Persönlichkeitsstörungen, wie z.B. ängstlich-vermeidende Persönlichkeit, anankastische Persönlichkeit, Borderline Persönlichkeit
  7. Nachbetreuung bei Psychotischen Störungen
  8. Partnerschaftskonflikten
    Und vielem mehr ...

Die Therapie - Zum Ablauf
Die erste Phase der Therapie, die probatorische Phase, dient dem gegenseitigen Kennen lernen, der Diagnostik und Analyse der Problematik sowie der Vereinbarung vorläufiger Therapieziele. Nach dieser Phase wird, Ihr Einverständnis vorausgesetzt, eine Therapie beim zuständigen Kostenträger beantragt.

Daran schließt sich die eigentliche Therapiephase an, wo direkt an Ihrer Problematik gearbeitet wird. Die Sitzungen in der Therapiephase dauern im allgemeinen zwischen 30 und 50 Minuten und finden in einem wöchentlichen Rhythmus statt. In Abhängigkeit von der Problematik und der aktuellen Arbeit in der Therapie werden eventuell andere terminliche Vereinbarungen getroffen. So können z.B. Übungen im einem zeitlichen Block stattfinden.

Je nach Symptomatik und vereinbarter Therapieziele umfasst eine psychotherapeutische Behandlung von min. 10-15 Sitzungen, im Regelfall 25, aber bis zu max. 80 Sitzungen.

Zu diesen Informationen
Diese Informationen sollen Sie neugierig auf die Verhaltenstherapie machen und Ihnen einen Eindruck verschaffen, was sich hinter dieser Therapierichtung verbirgt. Die Informationen auf dieser Seite können natürlich kein lückenloses Bild der Verhaltenstherapie geben. Wenn Sie daher mehr über Verhaltenstherapie wissen möchten, verweise ich auf weiterführende Literatur.

Wann brauche ich Psychotherapie?
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